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Back to USA - Montana und Co. Teil 1

Aktualisiert: 16. Okt. 2018

Wir haben ja wenig geplant im Vorhinein dieser Reise... Das würde manch einer sicher anders machen ;) Aber wir wollten bewusst flexibel bleiben mit dem Risiko auch etwas zu verpassen. Bis jetzt haben wir eher die Erfahrung gemacht, dass wir mehr am Wegrand gesehen haben als in jedem Reiseführer steht. Kleinode der Natur, wunderschöne Kostbarkeiten, Filmreife Kulissen...

Wir entschieden uns von Vancouver aus, aufgrund der relativ guten Wetterprognose für Montana und Wyoming, anders als geplant, nochmals in die Rockies, in Richtung Yellowstone National Park zu fahren. Wir sahen dies als einzige Chance in diese Gegend zu kommen, dauert der bitterkalte Winter hier doch zum Teil bis Ende Mai. Zwar war es auch für jetzt schon sehr kalt, aber überwiegend trocken vorausgesagt. Die Reise erforderte trotz guter Prognose einige Planung. Wir mussten dem Schnee, der an einigen Stellen gemeldet war, ausweichen weil unser CaliMobil nicht winterfest ist. An einigen Pässen war bereits Winterreifen-bzw. Kettenpflicht. Wir konnten also nicht einfach drauflos fahren und mussten wieder einmal alles Wasser ablassen und improvisieren, aufgrund der bevorstehenden Kälte. Wir schauten von Tag zu Tag, manchmal fast stündlich den Wetterbericht an und gaben unser Bestes der Sonne bzw. Wärme nachzufahren... In dieser Gegend ist man ohnehin schon recht hoch und es kann sein dass man sich ehe man sich`s versieht auf 2000 m befindet...


Wir überquerten also in guter Hoffnung auf einigermassen milde Temperaturen und wenig Schnee schon am 9. Oktober (auch das früher als ursprünglich geplant) in Osoyoos die Grenze in die USA, nach einer wieder einmal wunderschönen Fahrt über Kanadas Cascade Range (Kaskadenkette)und durch das Okanagan Valley. In der Nähe des Manning Provincial Park (CA) sind folgende Bilder am "Beaver Pond Trail" entstanden:

British Columbia verabschiedete uns mit einer wahren Herbstfarbenexplosion a la „Indian summer“. Die Farben tun beinahe „weh“ – im positiven Sinne natürlich ;)

Das Okanagan Valley ist bekannt für seinen Wein- und Früchteanbau und liess ein bisschen Pfalz-Heimweh aufkommen:

Dem Grenzübertritt blickten wir mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Es fiel uns schwer Kanada vorerst lebewohl zu sagen. Die Herzlichkeit der Menschen sollte uns noch lange im Gedächtnis bleiben...


Der winzige Grenzübergang in den Bundesstaat Washington war an diesem Dienstagabend wenig frequentiert. Noch 2 LKWs und ein PKW warteten mit uns. Der Grenzbeamte grüsste nicht und schaute uns nur fragend an. Wir streckten ihm unsere Pässe hin und er fragte wie lange wir vor hätten in den USA zu bleiben und welcher Arbeit wir in Europa nachgingen. Er gab uns nach einer gefühlten Ewigkeit wortlos die Pässe zurück. Das wars. Lio wartete mucksmäuschenstill hinter dem Fahrersitz als ahnte sie was ihr blühen könnte. Da der Beamte nicht fragte ob wir etwas zu verzollen hätten banden wir ihm auch nicht auf die Nase dass wir einen Hund dabei hatten... Das war doch einiges einfacher als wir gedacht hatten. Halleuja!


Wir übernachteten am Abend (wieder einmal) auf einem Walmart Parkplatz in Omak und fuhren am nächsten Tag bei stahlblauem Himmel weiter in Richtung Spokane durch Washingtons endlose Getreidefelder-Landschaft und vorbei am riesigen „Coulee-Staudam“, dem grössten Stromversorger der USA. Auch hier einmal mehr: Dieser Dam ist keine Touristenattraktion wie der Hoover-Dam bei Las Vegas, obwohl er viel grösser, aber eben nicht so hübsch anzusehen ist. So sieht man auch hier wieder wenige Touristen...

Von Spokane aus ging es am nächsten Morgen weiter in Richtung Missoula in Montana. In Spokane angekommen bekam das CaliMobil nach 8 Wochen seine erste Dusche ;) Das Waschmittel duftete nach Kirschen sah aber ziemlich giftig aus :-/

Montana begrüsste uns mit bunten Nadelwäldern und blauem Himmel.

Der Spitzname des Staates „big Sky Country“ sollte sich in den nächsten Tagen der Reise bewahrheiten... Einen spontanen Abstecher machten wir nach Wallace, einem Dorf mit ehemaliger Silbermine. Dieser Ort, direkt am Highway gelegen, wirkte auf uns wie eine Filmkulisse:

Angekommen in Missoula besuchten wir unseren ersten Laundromat „Green Hanger“. Für jeden Einheimischen gewöhnlicher Alltag, für uns aber ein Erlebnis ;)

Am Abend in unserer Walmart-Homebase angekommen stellten wir fest, dass wir uns (für US-Verhältnisse) sehr nahe am Glacier-National-Park befanden. Dieser verdient aber einen eigenen Beitrag der in Kürze folgt ;)

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2 Comments


CALI
CALI
Oct 18, 2018

Danke liebe Corina für dein Teilhaben ☺️ Schön dass du solche Freude hast dabei zu sein 😘

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Corina Oelschläger
Corina Oelschläger
Oct 16, 2018

Und ich wiederhole mich: super schöne Fotos. Wahnsinns Nadelwälder, Farb Explosionen und ihr mittendrin.... es macht solchen Spaß...

Der Laundromat war sicher spannend 😀

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