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Cali SPECIAL® "Reise-Know-How"! Die CALIs im Interview

Aktualisiert: 28. Sept. 2022

So! Wie ursprünglich versprochen kommt hier (nun doch) unser Cali-Special zum Thema „Reise-Know-How“ bzw. zu Fragen, die unsere Blog-Leser*innen an uns haben. Wir waren hin und her gerissen, ob wir den Beitrag wirklich machen sollen, oder nicht. Auf unsere Bitte um Fragen zum Thema, bekamen wir nicht viel Resonanz von unserer lieben Leserschaft, was uns zunächst - offen gestanden - echt frustrierte :-/ Wir haben uns gefragt, woran das liegen könnte, ob das Thema überhaupt interessiert und ob wir den Beitrag wirklich machen sollen. Wir sind dann doch – wie man sieht – zu dem Entschluss gekommen! Denn: Es kann an X-möglichen Faktoren liegen, die wir letztendlich nicht kennen... Vielleicht mangelte es an Zeit, sich eine Frage zu überlegen, vielleicht sind auch gar keine Fragen offen oder aber unsere Reise dauert nun schon so lange, dass du lesemüde bist oder es einfach nicht mehr ganz so spannend ist ... ;) Ihr seht, wir haben auch beim reisen hin und wieder mit Frust zu kämpfen :-/ Wie dem auch sei: Wir haben angekündigt dieses SPECIAL zu machen und darum tun wir das jetzt auch :) Wir wollen schliesslich niemanden enttäuschen...! Wir hoffen, dass das ein oder andere auch für dich spannend ist und freuen uns (wie immer) über Feedback ;)

Die letzten Beiträge haben sich ja in erster Linie darum gedreht „WO“ wir unterwegs waren, was wir erlebt haben, wie es uns dort wo wir waren ergangen ist... Die Idee zu diesem „WIE“ - Special kam zunächst durch eine – zugegebener Maßen etwas provokante Frage bzw. Überlegung einer Blog-Leserin: „Ihr müsst wohl zu viel Geld haben, wenn ihr so lange unterwegs sein könnt?!“. Hmmm... Wir werden diese Frage in diesem Special auf jeden Fall auflösen ;) Sie führte uns zu der Vermutung, es könne vielleicht noch andere Fragen an uns geben, die auch für andere interessant sein könnten... Wir haben auch ein paar spannende Fragen von Lesern bekommen, die wir gerne in diesem Blog-Beitrag beantworten (Siehe Interview-Video weiter unten ;)) Leserfragen und noch ein bisschen mehr sind also Inhalt dieses SPECIALs. Viel Spass!


Die Idee zu dieser Reise und das liebe Geld!


Die einzige längere Reise, die wir vor dieser hier gemacht haben, war 2010. In unserem alten VW-Bus, an den wir noch heute sehr gerne zurück denken! Er war für unsere damaligen Bedürfnisse einfach perfekt, hat uns das "mobile" Leben schätzen lernen und wir haben 5 Wochen Südfrankreich und Italien und viele weitere Kurzurlaube in vollen Zügen genossen. Ohne Apps und mit Landkarte ;)

Schon damals hatten wir den Traum, einmal für längere Zeit so, oder so ähnlich unterwegs zu sein. Und hier sind wir! Unser grosses Nordamerika-Abenteuer hat sich erfüllt und es wird ganz sicher nicht unser letztes gewesen sein ;)!! Wir wollen dir Mut machen, falls du auch Träume hast, auf diese oder ähnliche Weise die Welt zu entdecken! Go for it!! Es gibt viele Wege zu deinem Ziel!

Und man muss, wenn man bereit ist „einfach“ zu leben und unterwegs zu sein, zur Verwirklichung dieses Traumes nicht in Geld schwimmen ;) Wir sind mit 100 US-Dollar am Tag ausgekommen. Umgerechnet sind das ca. 80 Euro bzw. 100 Schweizer Franken. Da war alles drin was frau zum Leben braucht. Essen, Benzin, Strom und Wasser braucht man zu Hause auch ;) Viel gespart haben wir bei der Krankenversicherung, Auto-Versicherung, Handy und „fehlender“ bzw. sehr geringer Miete ;). Klar kann man mehr Geld ausgeben. Zur Beantwortung der "Eingangsfrage" also: Nein, „zuviel Geld“ für so eine Reise gibt es sicher nicht ;) Aber man hat mit viel Geld vermutlich andere Möglichkeiten... Aus Erfahrung können wir da nicht sprechen ;) Wir waren ganz zufrieden mit unserem Budget :) Klar mussten wir uns einschränken! Aber die schönsten Erlebnisse unterwegs sind mit Geld ohnehin nicht zu bezahlen!

Und was uns auch erstaunt hat: Ganz viele Menschen sind so oder so ähnlich unterwegs! Junge Menschen, Familien, „Aussteiger“, viiiele Rentner... Nach dem Kinofilm „Expedition Happiness“ dachten wir irgendwie, wir und „die“ wären eine der wenigen ;) Naja... Stimmt definitiv nicht :-P Nicht jeder baut sich einen eigenen Camper aus, nicht jeder macht einen Film übers reisen ;) Kann - muss aber nicht sein. Es gibt viele Wege zur Umsetzung UND es ist möglich, wenn man`s wirklich will!!!


Die Form des Reisens?


Wir berichten hier nur von unseren persönlichen „WIE`s“. Es gibt, davon sind wir überzeugt, ganz ganz viele mögliche Formen wie man in einem mobilen zu Hause unterwegs sein kann und jede*r der eine solche oder eine ähnliche Reise plant, sollte gut überlegen, was individuell für einen wichtig ist. Für uns war es zum Beispiel ganz wichtig, alle unsere persönlichen Sachen dabei zu haben. Wir wollten nicht erst alles, angefangen beim Geschirr und der Bettwäsche etc., vor Ort beschaffen müssen. Auch war es uns enorm wichtig, im Camper Stehhöhe zu haben, nicht zum schlafen aus dem Camper raus und auf`s (Falt-)Dach steigen zu müssen, einigermassen "unauffällig" zu sein und nicht ein „offensichtliches Camp-Mobil“ zu fahren (vor allem in Großstädten war uns das wichtig) und (ganz ganz wichtig!) eine vom Wohnraum abgetrennte Toilette zu haben ;) Das hat man so in vielen amerikanischen Varianten, die hier zu mieten oder zu kaufen sind, leider nicht. Und wenn, sind sie nicht bezahlbar. Zumindest für uns ;) Auch in Deutschland gibt es da leider keinen grenzenlosen Markt, wenn man beim Kauf eines solchen Mobils finanziell „auf dem Teppich bleiben“ will/muss. So kam für uns eigentlich nur unser (Pössl-) CaliMobil in Frage und, das eigene Heim dann auf 4 Rädern samt Inhalt zu verschiffen. Wir werden ganz oft gefragt, ob sich das denn lohnt? Ja, es lohnt sich finanziell auf jeden Fall das eigene Wohnmobil zu verschiffen für eine so lange Zeit!! Man bezahlt nach Kubikmeter. Da unser Cali einigermassen kompakt ist, hielten sich die Kosten für die Verschiffung absolut in Grenzen!


Würden wir das so wieder machen?


Ein klares Ja, mit ein paar UND`s ;) Wir würden uns sicher einen Ölfilter und Ersatzreifen einpacken und ausserdem das Dach vorher mit Solarzellen eindecken :) Bedenken sollte man auch, dass der Camper EXTREM gebraucht wird, wenn man über so lange Zeit und auf teils sehr schlechten Strassen unterwegs ist. Die Karosserie, aber auch das Innenleben. Ein sehr robustes Mobil, evtl. mit Allrad, ist daher sicher von Vorteil! Für unser Budget lag das aber leider nicht drin...


Wild-Camping vs. Campingplatz?!


Die meiste Zeit unterwegs in Nordamerika haben wir „wild“, sprich kostenlos übernachtet... Oft auf Walmart-Parkplätzen oder auch in National-Forest-Gebiet (USA) oder einfach am Strand oder am Strassenrand (Kanada).

Ja das ist hier (manchmal mit kleinen Einschränkungen) erlaubt! Wir haben hierzu verschiedene Apps benutzt. Die wichtigste App „iOverlander“, wurde uns nur wenige Tage nach unserer Ankunft in Kanada im Sommer, von 2 Schweizern empfohlen. Man erfährt hier, wo man gratis übernachten kann und von Erfahrungen von Campern, die schon dort waren. Auch zeigt die App einem an, wo man Gas und Wasser bekommt, wo man sein Abwasser ablassen kann, wo es Wäschereien gibt u.v.m.. Sehr nützlich!! Auch für das übernachten in National-Forest-Gebiet gibt es eine App!

Das Übernachten auf einem Campground innerhalb von Nationalparks, State-Parks und Provincial-Parks ist (besonders in Kanada) vergleichsweise günstig, wenn manchmal auch „primitive“, sprich nur mit Stellplatz, Plumpsklo und obligatorischem Bärensicherem Schrank :) Mehr brauchten wir ja aber eh selten – haben ja alles dabei ;) Grosses Plus: Man wohnt hier in unmittelbarer Natur/Wildnis. Unschlagbar! Meist registriert man sich selbst und legt den Barbetrag in ein Kuvert.

Einen gültigen Nationalpark-Ausweis braucht man zusätzlich. Wir hatten für die USA und Kanada einen Jahrespass. Der Preis für einen Pass ist vergleichsweise gering und hat sich für uns mehr als gelohnt!!!

Es gibt auch eine "Walmart-App", die einem zeigt, bei welchem Markt man übernachten kann und wo es verboten ist. Auch diese haben wir oft genutzt und als „Gegenzug“ bei Walmart eingekauft ;) Der Bonus bei Walmart: Man kann abends vor dem einschlafen aus dem eigenen Schlafzimmer-Fenster „Walmart-TV“ schauen ;) Das hat uns immer grossen Spass gemacht :-P

So kamen wir über die lange Zeit des unterwegs seins, sehr gut zurecht! Hätten wir nur auf Campingplätzen übernachten wollen (was ohnehin nicht so unser Ding ist), hätten wir uns den Aufenthalt hier niemals so lange leisten können!


Das Leben auf sehr engem Raum...


Ja! Es wird manchmal ziemlich eng... Besonders wenn wir Wäsche waschen mussten und sie nicht draussen aufhängen konnten weil es regnete oder wir keine Möglichkeit dazu hatten :-P Aber abgesehen davon hat man genug Platz für alles wozu frau und Hund Platz braucht. Und die meiste Zeit waren wir eh draussen ;) Das heisst: Ja, man kann gut für lange Zeit so leben, wenn man mit jemandem unterwegs ist den man sehr gern hat, mit dem man streiten und sich vertragen kann und (!) wenn man bereit ist, sich einzuschränken und auf die Bedürfnisse des Gegenübers Rücksicht zu nehmen. Aber dasselbe gilt wohl auch für zu Hause ;) Was uns sehr geholfen hat: Struktur und (wenigstens ein Stück) Routine ;) So hat Cornelia eigentlich immer gekocht (weil sie das eh am besten kann!!!), Ann-Kathrin hat morgens immer das Bett gemacht und Wäsche gewaschen (weil sie sich einbildet das besser zu können;)) usw. Jede hatte ihr Aufgabe, mehr oder weniger... So muss man über viele Alltagsdinge nicht diskutieren ;)


Mit Hund? Echt jetzt?


Ja! Denn ohne Hund sind wir nicht komplett ;) Lio hat in diesem Jahr viiiiiel gelernt und das Beste an allem fand sie es wohl 24/7 mit uns zusammen zu sein. Wenigstens „fast“. Wir können nicht für alle Hunde und/oder Hundbesitzer sprechen ;) Aber es ist auf jeden Fall möglich, wenn man bereit ist, um die Ecke und vor allem für seinen Hund zu denken. Struktur, ein fester Ruheplatz und viel Schlaf sind unterwegs das A und O (denken wir). Für uns niemals in Frage kam, Lio in den Frachtraum eine Flugzeuges zu stecken. Man kommt da drumrum, wenn man will. Zumindest wenn Nordamerika das (Langstrecken-) Ziel ist! Aber sonst: Ohne Lio wäre unser Abenteuer nicht komplett gewesen!! Die Bindung zu ihr hat sich um 150% verstärkt und das wollen wir auf keinen Fall missen!


Das Schönste am Reisen?


Den Tag selbst bestimmen zu können. 24/7. Am morgen den Gasherd anzumachen und sich einen leckeren Kaffee zu kochen - am liebsten direkt am Strand. Nachts den Wellen oder wilden Tieren zu lauschen, oder dem Verkehr auf der Golden-Gate-Bridge... Das zu Hause immer dabei zu haben! Egal wo man ist. Morgens die Tür aufzumachen, einzuatmen und mit einem Schritt direkt in der Natur oder mitten in der Stadt zu sein. Das, und sooo vieles mehr...

So, last but not least nun endlich zur Beantwortung der Fragen unserer geschätzten Leserschaft:

Danke ihr Lieben für eure Fragen und danke dir, für deine Aufmerksamkeit :) Falls du noch (weitere) Fragen hast: Jederzeit gerne!! Es hat uns Spass gemacht, die Fragen zu beantworten auf dem Dach des Farmers-Market mit grandioser Aussicht über den Hafen:

Bis bald dann, zu einem unserer vorerst letzten Beiträge...

Ann-Kathrin`s Mama kommt nächste Woche hier in Halifax an und wir vollenden unser Nordamerika-Abenteuer dann mit ihr an unserer Seite. Und ohne das CaliMobil, das wir am 3.Juni hier in Halifax am Hafen abgeben. Es geht dann am 6.6. auf die zweiwöchige Rückreise nach Hamburg. Nach 36.000 Kilometern Strecke und gut 600 Stunden Fahrtzeit hat es sich eine kleine Pause verdient ;). Wir werden „unseren CALI“ sehr vermissen!!

Bye bye, Eure CALI`s <3 <3 <3

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